

Augenärztin in Österreich – Wissenswertes & moderne Augenheilkunde
Viele Menschen stellen sich ähnliche Fragen zum Augenarztbesuch:
Welche Untersuchungen gehören zur Vorsorge?
Welche Geräte sind sinnvoll?
Wann sollten Kinder erstmals untersucht werden?
Und was bedeutet „Wahlarzt“?
Auf dieser Seite finden Sie fachlich fundiertes, gut verständliches Wissen rund um moderne Augenheilkunde – zusammengestellt von Dr. Clara Wernigg, Fachärztin für Augenheilkunde & Optometrie (FEBO).
Was macht eine moderne Augenärztin aus?
Moderne Augenheilkunde bedeutet heute weit mehr als die klassische Brillenbestimmung.
Wichtige Elemente sind:
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präzise Diagnostik mit hochauflösenden Geräten
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Früherkennung von Netzhaut-, Makula- und Sehnervenerkrankungen
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Verständnis individueller Sehbedürfnisse
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persönliche Betreuung ohne Zeitdruck
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Vertrauensaufbau – besonders bei Kindern
In Österreich haben Patient:innen die Wahl zwischen:
-
Kassenordination
-
Wahlarztordination (Privatpraxis)

Welche Untersuchungen gehören zur augenärztlichen Vorsorge?
Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind entscheidend, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
Wichtige Bestandteile der Vorsorge:
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Überprüfung der Sehschärfe
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Kontrolle des Augeninnendrucks
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Untersuchung der Hornhaut & Linse
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Beurteilung des Sehnervs und der Makula (Stelle des schärfsten Sehens)
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Netzhautkontrolle
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Pupillenerweiterung bei Bedarf
Moderne Diagnostik (OCT, Gesichtsfeld, etc.)
Mit Geräten wie Papillen (Sehnerv) und Makula (Stelle des schärfsten Sehens) - OCT, Gesichtsfeld und Fundusbild (Bild des Augenhintergrundes) können Strukturen millimetergenau dargestellt werden.

Zweitmeinung beim Augenarzt - wann ist sie sinnvoll?
Viele Patient:innen kommen auch zur Zweitmeinung - etwa bei unklaren Befunden, bei geplanter Operation oder bei Unsicherheit über eine bestehende Therapie.
Eine unabhängige augenärztliche Beurteilung kann helfen, Entscheidungen sicher zu treffen und vorhandene Diagnosen einzuordnen.
Kinderaugenheilkunde – Wie läuft die Untersuchung ab?

Kinder sehen die Welt anders – und sie können Sehprobleme oft nicht selbst benennen. Eine frühe, kindgerechte Untersuchung schafft Sicherheit für Eltern und Kind.
Empfehlungen für Eltern:
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Erstuntersuchung ab dem Kleinkindalter
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besonders wichtig bei familiärer Fehlsichtigkeit / Schielen
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spielerische Sehtests
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Tropfen zur genauen Bestimmung möglich
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kindgerechte Atmosphäre
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Brillenanpassung
Trockene Augen – Ursachen & moderne Behandlungsmöglichkeiten

Trockene Augen zählen heute zu den häufigsten Beschwerden – oft ausgelöst durch:
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Bildschirmarbeit
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Klimaanlagen
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Kontaktlinsen
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hormonelle Veränderungen
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verminderte Drüsenfunktion
Behandlungsmöglichkeiten:
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Tränenfilmanalyse
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Lidrandpflege
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antiinflammatorische Therapie
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Rexon-EYE – moderne, nichtinvasive Behandlung
Was bedeutet Wahlarzt in Österreich?
Viele Patient:innen fragen sich:
Worin unterscheidet sich eine Wahlarztpraxis?
Wie läuft die Rückerstattung ab?
Vorteile einer Wahlarztordination:
-
deutlich mehr Zeit pro Termin
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ruhige Atmosphäre
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moderne Diagnostik
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flexible Termine
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individuelle Betreuung
Rückerstattung:
Ein Teil der Kosten wird je nach Krankenkasse rückerstattet.
Der Ablauf ist unkompliziert – Sie erhalten eine Honorarnote, die Sie einreichen.
Häufige Fragen (FAQ) – kompakt & verständlich
Allgemeine Fragen zur augenärztlichen Vorsorge
Sollte man auch ohne Beschwerden zur Vorsorge gehen?
Ja. Viele Augenerkrankungen verursachen lange Zeit keine Symptome/Beschwerden. Vorsorgeuntersuchungen sind wichtig, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
Brauche ich eine Überweisung zum Augenarzt/Wahlarzt?
Nein. Für einen augenärztlichen Termin benötigen Sie keine Überweisung – Sie können direkt einen Termin vereinbaren.
Ab welchem Alter sollte man regelmäßig zur Vorsorge gehen?
Vorsorgeuntersuchungen sind vom Säuglingsalter bis ins hohe Erwachsenenalter empfohlen.
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Baby- und Kleinkindalter: bei Auffälligkeiten sofort, sonst im Rahmen empfohlener Screenings
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Kindergarten- und Volksschulalter: vor Schuleintritt und bei Bedarf
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Erwachsene: etwa alle 1–2 Jahre
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Bei Risikofaktoren (z. B. Diabetes, Bluthochdruck, familiäre Augenerkrankungen): häufiger
So können Sehfehler, Schielen und Augenerkrankungen frühzeitig erkannt werden.
Wie oft sollte man zur Augenuntersuchung gehen?
Regelmäßige Kontrollen sind alle 1–2 Jahre sinnvoll. Bei Kindern, Kontaktlinsenträger:innen oder bestehenden Augenerkrankungen können häufigere Kontrollen notwendig sein.
Wann sollte ich mich dringend untersuchen lassen?
Bei plötzlichen Sehverschlechterungen, Lichtblitzen, schwarzen Punkten, mit, aber auch ohne (!) Schmerzen, oder rotem Auge bitte sofort augenärztlich abklären lassen.
Was kann ich tun, wenn ich akut Beschwerden habe?
Kurz anrufen – viele Wahlärzt:innen bieten kurzfristige Termine an.
Wie lange dauert eine augenärztliche Untersuchung?
Das kann je nach Befund und Fragestellung variieren. Bei Kindern oder Untersuchung nach medikamentöser Pupillenerweiterung ("weit tropfen") dauert die Untersuchungen etwas länger.
Was wird bei einer Routine-Augenuntersuchung gemacht?
Bei einer Routineuntersuchung werden Sehschärfe, Augendruck, vorderer Augenabschnitt, Linse, Netzhaut und Sehnerv kontrolliert. Bei Bedarf erfolgen zusätzliche Spezialuntersuchungen.
Müssen die Augen beim Augenarzt immer eingetropft werden?
Nicht immer. Tropfen sind aber nötig, wenn eine Netzhautkontrolle erforderlich ist. Außerdem sind sie zur exakten Bestimmung der Refraktion bei Kindern meist erforderlich.
Was passiert, wenn die Augen „weit getropft“ werden?
Die Pupille wird vorübergehend erweitert, um Netzhaut und Sehnerv genau beurteilen zu können. Das Sehen ist danach für einige Stunden verschwommen und lichtempfindlicher.
Kann ich nach dem Weittropfen selbst Auto fahren oder Fahrrad fahren?
Nein. Nach der Pupillenerweiterung ist das Sehen für mehrere Stunden verschwommen und lichtempfindlich.
Sie sollten in dieser Zeit kein Auto fahren, kein Fahrrad lenken und generell nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen. Auch das Bedienen von Maschinen ist nicht empfohlen.
Kinderaugenheilkunde
Ab welchem Alter sollten Kinder untersucht werden?
Eine erste Untersuchung wird im Kleinkindalter empfohlen – besonders bei familiärer Fehlsichtigkeit oder Schielen. Bei Auffälligkeiten jederzeit früher.
Ab welchem Alter kann man Kinder zuverlässig untersuchen?
Eine orientierende Untersuchung mit Plusoptix ist schon im Kleinkindalter möglich.
Eine vollständige augenärztliche Untersuchung – inklusive Tropfen zur genauen Refraktion – ist ab ca. 3–4 Jahren sinnvoll.
Bei Auffälligkeiten oder familiären Risiken natürlich früher.
Was ist ein Plusoptix-Sehtest?
Der Plusoptix ist ein schneller, berührungsloser Sehtest für Kinder.
Er misst innerhalb weniger Sekunden Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Hornhautverkrümmung und Anisometropie.
So können Sehfehler früh erkannt werden – auch bei kleinen Kindern, die noch nicht mitmachen können.
Ab welchem Alter kann man Kinder zuverlässig untersuchen?
Eine orientierende Untersuchung mit Plusoptix ist schon im Kleinkindalter möglich.
Eine vollständige augenärztliche Untersuchung – inklusive Tropfen zur genauen Refraktion – ist ab ca. 3–4 Jahren sinnvoll.
Bei Auffälligkeiten oder familiären Risiken natürlich früher.
Wie funktioniert ein kindgerechter Sehtest?
Je nach Alter verwenden wir:
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kindgerechte Sehzeichen (z. B. Lea-Symbole, E-Haken)
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Plusoptix-Messung
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Objektive Refraktionsmessung
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Abdecktest (Schieltest)
-
Untersuchung der Augenstellung und Beweglichkeit
So kann auch bei kleinen Kindern ein verlässlicher Befund erhoben werden.
Wie erkenne ich, ob mein Kind schlecht sieht?
Hinweise auf eine Sehschwäche können sein:
-
Ihr Kind drückt häufig die Faust oder die Hand in die Augen
-
Ihr Kind reagiert abwehrend, wenn ein Auge abgedeckt wird (Hinweis auf ein „besseres“ und ein „schlechteres“ Auge)
-
Augenzukneifen, Kopfschiefhaltung oder seitliches Nah-Sehen
-
unsicheres Greifen, häufiges Stolpern
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kurze Aufmerksamkeitsspanne beim Malen oder Spielen
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Beschwerden beim Lesen oder rasche Ermüdung
Viele Kinder zeigen keine klaren Symptome, daher sind vorsorgliche Untersuchungen wichtig.
Was sind Warnzeichen für Schielen oder Amblyopie (Sehschwäche)?
Warnzeichen können sein:
-
ein Auge driftet nach innen oder außen
-
Kopfschiefhaltung
-
Abwehr beim Abdecken eines Auges
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häufiges Stolpern oder unsicheres Greifen
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deutliche Unterschiede zwischen den Augen
Eine frühzeitige Untersuchung ist wichtig, da Amblyopien nur im Kindesalter gut behandelbar sind.
Muss mein Kind für die genaue Untersuchung „weit getropft“ werden?
Ja – für eine exakte Bestimmung der Brillenwerte ist eine Pupillenerweiterung („Weittropfen“) oft notwendig.
Nur so kann der natürliche Fokus des Auges ausgeschaltet werden, und die tatsächlichen Refraktionswerte werden zuverlässig messbar.
Die Tropfen sind gut verträglich; das Sehen ist danach nur vorübergehend verschwommen.
Wie oft sollten Kinder augenärztlich untersucht werden?
Empfohlen sind:
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erste Untersuchung im Kleinkindalter
-
dann rund um das 3.–4. Lebensjahr
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bei Brille: jährlich
-
bei unauffälligem Befund: alle 1–2 Jahre
-
bei Schielen, Amblyopie oder anderen Befunden individuell häufiger
Warum brauchen manche Kinder früh eine Brille?
Sehfehler wie Weitsichtigkeit, Astigmatismus oder unterschiedliche Werte zwischen den Augen sind häufig erblich veranlagt oder entwickeln sich früh im Kindesalter.
Eine frühzeitige Korrektur ist wichtig, damit sich das Sehen beider Augen richtig entwickelt und keine Amblyopie („Schwachsichtigkeit“) entsteht.
Mit der passenden Brille lassen sich Sehentwicklung und räumliches Sehen optimal fördern.
Diagnostik & moderne Untersuchungsmethoden
Was ist ein OCT?
Ein OCT erstellt hochauflösende Schichtaufnahmen von Netzhaut, Makula und Sehnerv.
Es dient zur Frühdiagnose und Verlaufskontrolle von Makuladegeneration, Glaukom, diabetischen Veränderungen und vielen anderen Erkrankungen.
Was ist eine Gesichtsfelduntersuchung?
Eine Gesichtsfelduntersuchung prüft, wie weit Sie seitlich sehen können und ob es Ausfälle gibt.
Sie ist wichtig bei der Diagnostik des Glaukoms, neurologischen Erkrankungen, Sehstörungen oder unklaren Kopfschmerzen.
Wie wird der Augendruck gemessen (NCT)?
Die berührungslose Messung (NCT) erfolgt mit einem kurzen Luftimpuls. Sie ist schnell, schmerzfrei und eignet sich gut zum Screening. Bei auffälligen Werten wird zur exakten Bestimmung applanatorisch nach Goldmann gemessen.
Was bedeutet „applanatorische Messung“ des Augeninnendrucks?
Die Applanation nach Goldmann ist die genaueste Standardmethode, um den Augeninnendruck zu bestimmen.
Sie erfolgt mit einem speziellen Messkopf am Spaltlampenmikroskop und ist besonders wichtig bei Glaukom.
Wozu dient die Spaltlampenuntersuchung?
Die Spaltlampe ermöglicht eine vergrößerte, detaillierte Untersuchung von Hornhaut, Linse, Bindehaut, Iris und Tränenfilm.
Viele Augenerkrankungen können damit frühzeitig erkannt werden.
Trockene Augen – Ursachen & Behandlungsmöglichkeiten
Wie erkenne ich, ob ich trockene Augen habe?
Typische Symptome sind Brennen, Jucken, Fremdkörpergefühl, Müdigkeit der Augen, verschwommenes Sehen und Lichtempfindlichkeit.
Auch tränende Augen können paradoxerweise ein Zeichen für trockene Augen sein.
Warum haben heutzutage so viele Menschen trockene Augen?
Die Diagnose "Trockene Augen" nimmt zu, da wir viel Zeit am Bildschirm verbringen, seltener blinzeln und Umwelteinflüsse wie Heizungsluft, Klimaanlagen oder Kontaktlinsen den Tränenfilm zusätzlich belasten. Moderne Diagnostik hilft, die genaue Ursache zu finden und gezielt zu behandeln.
Können trockene Augen dauerhaft bleiben?
Trockene Augen können chronisch werden, müssen es aber nicht.
Mit der richtigen Diagnose (z. B. Tränenfilmanalyse, Meibomdrüsen-Diagnostik) und gezielter Therapie lassen sich Beschwerden in vielen Fällen deutlich verbessern oder langfristig stabilisieren.
Kann Stress oder Hormonveränderung trockene Augen verursachen?
Ja. Stress, Hormonschwankungen (z. B. Pubertät, Schwangerschaft, Wechseljahre) sowie bestimmte Medikamente können den Tränenfilm beeinflussen und trockene Augen verstärken.
Sind trockene Augen durch Bildschirme wirklich so häufig?
Ja. Beim Arbeiten am Bildschirm blinzeln wir deutlich seltener, wodurch der Tränenfilm schneller verdunstet. Dadurch kommt es häufiger zu Reizungen, Müdigkeit und Trockenheitsgefühl.
Was kann man bei trockenen Augen tun?
Je nach Ursache helfen: Tränenfilmanalyse, Lidrandpflege, Benetzungstropfen, antientzündliche Therapie und moderne Verfahren wie Rexon-EYE.
Wahlarzt in Österreich – häufige Fragen
Was bedeutet Wahlarzt in Österreich?
Wahlärzt:innen bieten mehr Zeit, persönliche Betreuung und moderne Diagnostik.
Ein Teil der Kosten wird nach Einreichung durch die Krankenkasse rückerstattet.
Wann lohnt sich ein Wahlarzt?
Ein Wahlarztbesuch lohnt sich, wenn Sie kurze Wartezeiten, mehr Zeit pro Termin, umfassende Diagnostik oder eine zweite Meinung wünschen.
Was ist der Unterschied zwischen Wahlarzt und Kassenarzt?
Ein Wahlarzt arbeitet ohne Vertrag mit einer Krankenkasse und kann sich daher mehr Zeit pro Patient:in nehmen. Die Abrechnung erfolgt privat über eine Honorarnote, ein Teil wird von der Krankenkasse rückerstattet.
Ein Kassenarzt rechnet direkt über die Krankenkasse ab und hat meist kürzere Terminintervalle durch höhere Frequenz.
Muss ich die Wahlarzt-Honorarnote zuerst selbst bezahlen?
Ja. Der Betrag wird zunächst privat bezahlt, danach reichen Sie die Honorarnote bei Ihrer Krankenkasse ein und erhalten den rückerstatteten Anteil überwiesen.
Wie funktioniert die Rückerstattung?
Die Rückerstattung beim Wahlarzt ist einfach:
Sie erhalten eine Honorarnote, die Sie bei Ihrer gesetzlichen Krankenkasse einreichen. Je nach Leistung wird ein Teil der Kosten rückerstattet. In der Augenpunkt Praxis übernehmen wir auf Ihren Wunsch für sie gerne die Einreichung der Rechnung bei Ihrer gesetzlichen Krankenkasse.
Wie hoch ist die Rückerstattung bei einem Wahlarztbesuch?
Das hängt von der Leistung und der jeweiligen Krankenkasse ab. Für Untersuchungen wird meist ein fixer Prozentsatz oder ein Maximalbetrag erstattet.
Welche Leistungen werden rückerstattet?
Alle medizinischen Leistungen, die auch ein Kassenarzt erbringt (z. B. Untersuchung, Diagnostik), werden mit einem Fixbetrag oder Prozentsatz rückerstattet. Erweiterte private Leistungen sind ausgenommen.
Wie lange dauert es, bis ich das Geld von der Krankenkasse zurückbekomme?
Meist erfolgt die Rückerstattung innerhalb von 1–mehreren Wochen, abhängig von der Krankenkasse.
Haben Sie eine Zusatzversicherung?
Haben Sie eine Zusatzversicherung, können Sie die Rechnung nach der Einreichung bei der gesetzlichen Krankenkasse zusätzlich bei Ihrer privaten Versicherung einreichen. Ihre Zusatzversicherung übernimmt dann einen weiteren Anteil oder erstattet sogar den gesamten Betrag – abhängig vom Tarif. Viele Zusatzversicherungen übernehmen Wahlärzt:innen-Leistungen – teilweise 80–100 %.Die genaue Höhe hängt vom Tarif ab.
Kann ich die Honorarnote digital einreichen?
Ja. Viele Krankenkassen bieten eine App oder Online-Einreichung, die besonders schnell funktioniert.
Benötigt man eine Überweisung zum Wahlarzt?
Nein. Für einen Wahlarzttermin benötigen Sie keine Überweisung – Sie können direkt einen Termin buchen.
Kann man beim Wahlarzt auch Akuttermine bekommen?
Ja. Viele Wahlärzt:innen – auch wir – versuchen, kurzfristige Akuttermine möglich zu machen.
Ein Vorteil der Privatpraxis ist die flexiblere Terminplanung.
Warum entscheiden sich so viele Menschen für einen Wahlarzt?
Wichtige Gründe sind:
-
mehr Zeit pro Termin
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moderne Diagnostik
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kurze Wartezeiten
-
individuelle Betreuung
-
flexible Terminvergabe
Diese Punkte werden von vielen Patient:innen als besonders wertvoll empfunden.
Kann ich als Kassenpatient:in trotzdem zum Wahlarzt gehen?
Ja, selbstverständlich. Jede Person kann jederzeit eine Wahlarztordination ohne Einschränkung nutzen.
Ein Teil der Kosten wird auch ohne Zusatzversicherung rückerstattet.
Muss ich für den Wahlarztbesuch eine Zusatzversicherung haben?
Nein. Eine Zusatzversicherung ist nicht erforderlich, sie erhöht lediglich die Höhe der Rückerstattung.
Bekomme ich beim Wahlarzt auch eine Überweisung oder ein Rezept?
Ja. Wahlärzt:innen können Überweisungen, Verordnungen und Rezepte ausstellen – diese sind genauso gültig wie bei Kassenärzt:innen.
Warum Wahlärzt:innen wichtig sind – Fakten zum österreichischen Gesundheitssystem“
Warum arbeiten manche Fachärzt:innen als Wahlärzt:innen?
Kassenstellen in Österreich sind streng limitiert und werden nur nachbesetzt, wenn eine bestehende Stelle frei wird. Die Vergabe erfolgt nach einem Punktesystem, das Tätigkeiten in Kassenordinationen besonders stark gewichtet.
Fachärzt:innen, die überwiegend im Krankenhaus tätig waren, haben daher realistisch kaum Chancen, eine solche Stelle zu erhalten – selbst bei langjähriger Erfahrung.
Die Entscheidung, wer eine Kassenstelle bekommt, trifft die ÖGK bzw. Krankenkasse gemeinsam mit der Ärztekammer – es handelt sich um ein reguliertes, begrenztes System, nicht um eine freie Wahl der Ärzt:innen.
Eine Wahlarztordination kann hingegen jederzeit eröffnet werden und erweitert das Versorgungssystem: durch mehr Zeit, moderne Diagnostik, flexible Termine und zusätzliche Kapazitäten in Regionen mit hoher Nachfrage.
Warum kostet ein Wahlarztbesuch mehr?
Wahlärzt:innen erhalten keine Vergütung von der Krankenkasse – Kassenärzt:innen hingegen bekommen für jede Untersuchung einen Fixbetrag direkt von der ÖGK.
Darum wird eine Wahlarztleistung zunächst privat bezahlt. Mit der Honorarnote können Sie anschließend einen Teil der Kosten rückerstatten lassen.
Warum gibt es Wahlärzt:innen überhaupt?
Wahlärzt:innen ergänzen das Kassensystem sinnvoll:
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entlasten Kassenordinationen
-
bieten mehr Zeit für ausführliche Untersuchungen
-
ermöglichen flexible Terminvergabe
-
schaffen zusätzliche Versorgung, wenn Kassenstellen fehlen oder unbesetzt sind
Sie sind kein Konkurrenzmodell, sondern ein wichtiger Teil des österreichischen Gesundheitssystems.
Warum herrscht für Kassenärzte Gebietsschutz – für Wahlärzte aber nicht?
Die ÖGK legt fest, wie viele Vertragsärzt:innen es in einer Region geben darf – zum Schutz und zur Stabilität des Kassensystems.
Für Wahlärzt:innen gibt es keinen Gebietsschutz: Sie können eine Praxis eröffnen, sobald sie Fachärztin/Facharzt sind. Dadurch entsteht zusätzliche Versorgung, besonders dort, wo Kassenstellen fehlen.
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