OCT-Untersuchung beim Augenarzt: Warum sie für Vorsorge und Früherkennung so wichtig ist
- Clara Wernigg

- 15. Juni
- 3 Min. Lesezeit
Viele Erkrankungen beginnen unbemerkt - oft ohne Beschwerden. Die OCT-Untersuchung (Optische Kohärenztomografie) zählt zu den wichtigsten Untersuchungen der modernen Augenheilkunde. Sie ermöglicht hochauflösende Bilder von Netzhaut und Sehnerv – ohne Berührung, ohne Tropfen und in nur wenigen Sekunden.
In der Augenpunkt Praxis in Maria Enzersdorf setzen wir die OCT gezielt zur Vorsorge und zur präzisen Diagnostik vieler Augenerkrankungen ein.
Was ist eine OCT-Untersuchung?
Die OCT ist ein bildgebendes Verfahren, das mit Lichtwellen feinste Strukturen im Auge sichtbar macht. Dadurch können Veränderungen der Netzhaut und des Sehnervs frühzeitig erkannt werden – oft noch bevor Sehveränderungen auftreten.
Gut zu wissen: Die Auflösung ist höher als bei CT oder MRT, weshalb die OCT heute als „Goldstandard“ in der Netzhautdiagnostik gilt.

Mehr zu unseren technischen Untersuchungsmethoden finden Sie hier:
Wann ist eine OCT sinnvoll?
Eine OCT ist sinnvoll bei:
1. Makulaveränderungen
Zum Beispiel bei:
altersbedingter Makuladegeneration (AMD)
Makulaödem
epiretinaler Gliose
2. Glaukom (Grüner Star) & Früherkennung insbesondere ab dem 40. Lebensjahr
Die OCT misst die Dicke der Nervenfaserschicht und erkennt früheste Veränderungen am Sehnerv.
3. Diabetes oder Gefäßveränderungen
Netzhautschäden können sehr früh sichtbar werden.
4. Starker Kurzsichtigkeit (hohe Myopie)
Die OCT zeigt Dehnungen und dünnere Netzhautbereiche präzise.
5. Kontrolluntersuchungen nach Eingriffen oder bei bestehenden Befunden
6. Unklare Sehbeschwerden oder Kopfschmerzen - zur Abklärung einer möglichen augenärztliche Ursache
Wichtig: Die OCT ist nicht nur bei Beschwerden sinnvoll, sondern besonders auch zur Vorsorge, da viele Veränderungen von Patient:innen selbst unbemerkt bleiben.
Wie läuft eine OCT-Untersuchung ab?
Die Untersuchung ist:
berührungsfrei
schmerzfrei
dauert nur wenige Sekunden
ohne Pupillenerweiterung möglich
Sie schauen auf einen Lichtpunkt, während das Gerät ein Scanbild erstellt. Die Software zeigt anschließend präzise Schichtaufnahmen der Netzhaut, aus denen wir Veränderungen sofort erkennen können.

Welche Vorteile bietet die OCT?
Höchste Auflösung
Selbst kleinste Veränderungen werden früh sichtbar.
Keine Strahlenbelastung
Es wird nur Licht verwendet.
Ideal zur Verlaufsbeobachtung
Veränderungen können exakt über die Zeit verglichen werden.
Frühdiagnostik
Erkrankungen werden erkannt, bevor Sehstörungen auftreten und/oder sie selbst etwas bemerken.
Wird die OCT von der Krankenkasse rückerstattet?
Als Wahlarztleistung kann die OCT je nach medizinischer Notwendigkeit teilweise von der Krankenkasse rückerstattet werden. Sie erhalten eine detaillierte Honorarnote zur Einreichung.
Für viele Erkrankungen gilt sie als notwendige Diagnostik (z. B. Glaukom, Makulaveränderungen, diabetische Netzhautveränderungen).
OCT oder Gesichtsfeld – was ist der Unterschied?
Beide Untersuchungen sind wichtig, untersuchen aber unterschiedliche Bereiche.
OCT: zeigt Struktur (Netzhaut & Sehnerv)
Gesichtsfeld: zeigt Funktion (wie weit Sie in alle Richtungen sehen)
In der Augenpunkt Praxis werden beide Methoden kombiniert, wenn es medizinisch sinnvoll ist, etwa bei Glaukom.
Fazit – Präzise Vorsorge für gesundes Sehen
Die OCT gehört heute zu den wichtigsten Untersuchungen in der modernen Augenheilkunde. Sie ermöglicht es, Veränderungen frühzeitig zu erkennen - oft lange bevor Beschwerden auftreten. Dies ermöglicht frühzeitige Diagnosen und gegebenenfalls eine optimale Therapieplanung. In der Augenpunkt Praxis setzen wir diese Untersuchung für Erwachsene und Kinder ein – schnell, berührungslos und präzise.
Häufige Fragen zur OCT
Wie oft sollte man eine OCT machen lassen?
Je nach Befund, Alter und Risikofaktoren. Bei bekannten Befunden wie beispielsweise dem Glaukom oder Makulaveränderungen häufiger. Zur Vorsorge ab 40 Jahren empfehlen wir die OCT als Goldstandard in der Bildgebung.
Ist eine OCT schmerzhaft?
Nein, sie ist völlig schmerzfrei und berührt das Auge nicht.
Braucht man Tropfen für die OCT Untersuchung?
Meist nicht. Nur bei sehr kleinen Pupillen oder speziellen Fragestellungen.
Kann die OCT wirklich frühe Netzhautveränderungen erkennen?
Ja. Die hohe Auflösung zeigt Veränderungen oft schon, bevor Sehstörungen auftreten. Deshalb ist sie für Vorsorge und Verlaufskontrollen so wertvoll.
Ist die OCT bei Kindern möglich?
Ja. Die Untersuchung ist berührungslos und dauert nur wenige Sekunden, daher eignet sie sich auch für Kinder sehr gut.
Wie unterscheidet sich eine OCT von einer normalen Netzhaut-Fotografie?
Die Fotografie zeigt die Oberfläche der Netzhaut, die OCT liefert dagegen Schichtaufnahmen in die Tiefe – ähnlich wie ein „Ultraschall mit Licht“. So lassen sich viel mehr Details erkennen.
Wie lange dauert eine OCT Untersuchung?
Der Scan selbst dauert wenige Sekunden.
Bei weiteren Fragen beraten wir Sie gerne persönlich in der Augenpunkt Praxis in Maria Enzersdorf.
Viele Veränderungen der Netzhaut und des Sehnervs verursachen zunächst keine Beschwerden. Eine Vorsorgeuntersuchung mit OCT kann helfen, Erkrankungen frühzeitig zu erkennen. Buchen Sie jetzt Ihren Termin zur Vorsorge in der Augenpunkt Praxis.


